sonntagssatz
sätze, die mir hängen geblieben sind. jeder mit autor und stelle, damit du ihn selbst nachlesen kannst.
„Du musst die Seele ändern, nicht den Himmel.“
Seneca, Briefe an Lucilius 28,1
ich reise viel, aber vor mir selbst weglaufen hat noch nie funktioniert, auch nicht in mailand.
„Man steigt nicht zweimal in denselben Fluss.“
frei nach Heraklit, überliefert bei Platon, Kratylos 402a
sonntag am rhein. war schon oft hier, und es war jedes mal anders.
„Eine tausend Meilen weite Reise beginnt vor deinen Füssen.“
Laotse, Tao Te King 64, übersetzt von Richard Wilhelm
meine begann mit einem zugticket nach luzern, ohne plan.
„Wir haben nicht wenig Zeit, sondern wir vergeuden viel davon.“
Seneca, Von der Kürze des Lebens 1,3
heute zu fuss auf dem olivenweg nach gandria, ohne handy. war keine verschwendung.
„Nirgends zieht man sich ruhiger zurück als in die eigene Seele.“
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen IV,3 (sinngemäss)
er hat das ohne appenzell geschafft, ich brauch dafür diese hügel.
„Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt.“
Antoine de Saint-Exupéry, Wind, Sand und Sterne (Terre des hommes)
deshalb frag ich beim date nie „was machst du“, sondern „wo willst du hin“.
„Wer überall ist, ist nirgends.“
Seneca, Briefe an Lucilius 2,2
sagt der richtige zu mir. aber diesmal blieb das handy im rucksack.
„Verweile doch! du bist so schön!“
Goethe, Faust I, Vers 1700
sonntagmorgen an der kirchbrücke in zermatt, und ich will nicht heim.
„Das ist die Vollkommenheit des Charakters: jeden Tag so zu verbringen, als wäre er der letzte, ohne Aufregung, ohne Trägheit, ohne Verstellung.“
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen VII,69 (sinngemäss)
letztes reisewochenende des jahres, und es war genau so.
noch kein sonntagssatz. der erste kommt am 18. oktober.
dazu hab ich noch keinen satz.
jedes wochenende ein neuer ort. folg mir, dann nehm ich dich überallhin mit.